NoKoSoft (Gast) - 28. Mrz, 02:35

Buche – Fagus silvatica L.

Buche – Fagus silvatica L.
Fagaceae - Familie der Buchengewächse

„Buche“ leitet sich vom gotischen boka ab, was so viel wie Buchstabe oder in der Mehrzahl bokos Schrift, Brief, Buch bedeutet. Es bezeichnet aber auch den Baum und das Gehölz überhaupt; da die Buche bei uns der vorherrschende Baum war, blieb ihr der Name zugehörig. Eine andere Interpretation legt dadurch die Verbindung legt dadurch die Verbindung von Baum und Schrift nahe, dass man in die Rinde von Buchen besonders gut Zeichen ritzen konnte. Andere Volksnamen der Buche waren „Mastbuche“ wegen der üppigen Ernährungsmöglichkeit für Haustiere, aber auch „Esslaub“ wegen der Verwendung ihrer Blätter als Nahrung für den Menschen. Auch der aus dem Griechischen stammende botanische Name Fagus steht für „Essen“; silvatica heißt „aus dem Wald“. Die Buche ist über ganz Europa verbreitet und kommt ausschließlich in Europa wild vor; sie ist bei und der vorherrschende Laubbaum. Sie kann 200 bis 300 Jahre alt werden und dabei eine Wuchshöhe von rund 40 Metern erreichen. Reine Buchenwälder werden aufgrund der beeindruckend hohen Bäume, die im Zusammenstand nur wenige Seitenäste haben, ehrfürchtig auch „Buchendome“ genannt. Steht die Buche allein auf freier Fläche, ist sie bis tief hinunter beastet und hat eine breit ausladende Krone.
Buchenwälder dienten mit den nahrhaften, ölhaltigen Bucheckern bis ins 19. Jahrhundert auch zur Fütterung von Haustierherden. Im Volksmund heißt es, dass viele Bucheckern im Herbst einen strengen und harten Winter ankündigen.
Das Holz der Buche ist ein hochwertiges Nutzholz, und weil es nach der Verarbeitung hell rorbräunlich erscheint, nennt man sie auch oft Rotbuche.
Besten Wuchs zeigt die Buche auf frischen, basenreichen Standorten, z. B. auf Kalk oder Basalt. Sie meiden Blockfelder, sehr trockene, staunasse oder regelmäßig überflutete Standorte. Die Buche liebt gut durchwurzelbare Böden und luftfeuchte Lagen.

Aussehen:

Der Stamm ist kräftig und erinnert an Elefantenbeine; die Rinde ist ganz grau und wenig borkig.
Das Blatt ist gestielt und eiförmig mit einer Länge von 5 bis 8 Zentimetern. Der Blattrand hat feine Härchen und ist glatt, ohne Zacken und Kerben.
Ein besonderes Kennzeichen der Buche sind die spindelförmigen, bis 2 Zentimeter langen Knospen. Sie sind wechselständig angeordnet, das heißt, einer Knospe steht am Ast keine weitere direkt gegenüber. Erst im Mai entfalten sich aus den Knospen die Buchenblätter. Im Frühsommer sind zarten Blätter noch ganz hellgrün. Im Sommer werden sie derber, und die Farbe wandelt sich in ein dunkleres Grün; die Herbstfärbung ist hellbraun bis gelb.
Gleichzeitig mit dem Laubaustrieb blüht die Buche ganz unscheinbar. Sie blüht und fruchtet zum ersten Mal, wenn sie rund 60 Jahre alt ist. Dann entstehen die bekannten dreikantigen Bucheckern, die jeweils zu zweit in einem mit festen Haken besetzten Fruchtbecher sitzen. Ihre Schale glänzt braun. Sie sind sehr ölhaltig. Deshalb sind sie auch bei den Tieren des Waldes sehr beliebt. Etwa alle sieben Jahre tragen die Buchen besonders reich Früchte.

















Heilanwendung:

In der Naturheilkunde nutzt man die Buchenrinde. Sie hat fiebersenkende und antiseptische Wirkungen und wird bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Das Beheizen des offenen Feuers mit Buchenholz brachte neben der Wärme auch eine Reinigung der Luft, denn der Buchenrauch hat eine desinfizierende Wirkung.

Verwendung in der Ernährung:

Die ganz jungen Blätter sind sehr säuerlich und dienen als Aroma in Limonaden und Likören. Natürlich kann man auch gewöhnliche Gemüsegerichte aus den jungen Buchenblättern zubereiten.
Getrocknete Blätter gab man zur Streckung Rauchtabak bei.
Die Samen verwendete man zu Schnaps, zu Kaffee und zu Kochgemüse. Aus Bucheckern kann ein wertvolles, sehr haltbares Öl gewonnen werden. Für einen Liter Öl braucht man nur etwa 2,5 Kilogramm Bucheckern. Rohe Bucheckern sind unbekömmlich; geröstete Bucheckern oder das erhitzte Öl daraus sind jedoch sehr gut zum Verzehr geeignet.
Man nutzte auch die innere weiche Rinde von gefällten Buchen als Kochgemüse. Sie wurden in Streifen geschnitten und gekocht ähnlich wie Nudeln verwendet. Die frischen Holzspäne werden als Räucheraroma oder zum Würzen von Essig genutzt.

Salatverwendung:

Bucheckern:
Die Samen der Buchen, die Bucheckern, enthalten neben Calcium, Eisen, Vitamin B6, Vitamin C auch viel Eiweiß und vor allem 50 Prozent Fett; mit rund 580 kcal sind sie eine sehr kalorienreiche Nahrung.
Die gerösteten Samen sind eine vorzügliche Beigabe für Wildsalate. Sie haben wie Wildpflanzen überhaupt viel Biss und passen gut zu deren würzigem Aroma.
Mit etwas Geduld lassen sich die Samen aus der glänzenden Schale schälen. Dazu kann man sie etwas anbrühen, dadurch wird die Schale weich und löst sich leichter vom Kern. Man muss aber jede einzelne Bucheckern mit einem kleinen Küchenmesser schälen. Im Innern der glänzenden Schale sitzt der weiße Kern. Er hat selbst noch eine dünne braune Haut, die nicht entfernt zu werden braucht. Beim Rösten fällt sie oft ab.
Man röstet die Bucheckernkerne kurz in der Pfanne, um sie bekömmlich zu machen. Dann sind sie fertig für einen Salat. Zum Knabbern empfiehlt es sich, sie nach dem Rösten in etwas feinem Salz zu wenden – ein Nuss-Genuss, der gesalzene Erdnüsse weit in den Schatten stellt.

Blätter:
Erst Mitte bis Ende April treibt die Buche aus. Dann muss der Buchensalatsammler schnell reagieren, denn die Zeit der zarten Buchenblätter ist recht kurz. Am delikatesten sind sie, wenn sie sich gerade aus der Knospe entfaltet haben. Oft sind sie mit ihren Blattnerven noch so regelmäßig gefaltet, dass sie wie die Blätter von Hainbuchen aussehen. Innerhalb von wenigen Tagen strecken sie sich dann zu einer geraden Fläche. Diese Entwicklungsphase der Blätter, vom Öffnen der Knospe bis zum Bilden der Blattfläche, ist genau die richtige Zeit zum Sammeln der Buchenblätter für einen Salat. Man kann die Buchenblätter auch unbekümmert direkt ohne weitere Verarbeitung roh naschen. Das Sammeln der Blätter in noch erreichbarer Höhe und im üblichen Umfang schadet dem Baum nicht. Die Knospenschuppen, die oft noch an den kleinen Blättersträußen hängen, kann man später in der Küche gut abtrennen.
Die Buchenblätter schmecken sehr gut, sie haben eine zarte, nicht stechend hervortretende, sondern angenehm leichte Säure. Die Blätter sind dünn und nicht wässrig.
Nach dem Sammeln kann man sie, wie andere frische Wildpflanzen auch, gut im Kühlschrank aufbewahren. Man wäscht sie und lagert sie leicht befeuchtet zugedeckt kühl; so bleiben sie einige Tage knackig grün.
Für die Salatverwendung werden grobe Pflanzenteile (Stängel usw.) mit den Fingerspitzen abgezwickt oder mit einem Messer herausgeschnitten, und schon ist der Salat bereit. Die Blätter haben eine angenehme Größe und passen zu verschiedenen Dressings.

Keimlinge:
Im März und April zeigen sich unter den Buchen die auffälligen Keimlinge, die mit ihren tellerförmigen Keimblättern fast wie dickblättriger Winterpostelein-Salat (Tellerkraut, Kubaspinat) aussehen. Sie stehen locker in der obersten Humusschicht, meist aus alten Buchenblättern, und lassen sich leicht herausziehen. Man zwickt die kleine Wurzel vom Stiel ab, und fertig ist die Ernte.
Man kann sie zwar direkt roh essen. Doch da sie fest und etwas trocken im Geschmack sind, lohnt sich eine Verarbeitung.
Sie eignen sich als rohe Zugabe für einen Salat, am besten fein gehackt und in Salz etwas ziehen gelassen.
Als eingelegte Antipasti sind sie allein schon wegen ihrer Form sehr interessant; auch nehmen sie den Gewürzgeschmack mit eingelegter Kräuter gut an. In dieser Form sind sie, egal ob salzig, sauer oder in Öl eingelegt, das ganze Jahr eine schöne Salatbeigabe. Das Einlegen geschieht wie bei den Blütenknospen des Gänseblümchens (siehe Büchlein Gänseblümchen).

Zarte Buchenblätter mit Couscous

Für 1 Person

1½ EL (10 g) Couscous
20 ml Gemüsebrühe
20 g zarte Buchenblätter

Dressing:
1 EL weißer Balsamicoessig
1 EL Distelöl
1 Prise Salz

Den Couscous in eine Schale oder Schüssel geben.
Die Brühe zum Kochen bringen, über den Couscous gießen und diesen 10 Minuten quellen lassen.
Die Buchenblätter waschen, die Stiele entfernen, die Blätter gut abtropfen lassen und mit dem Couscous vermischen.
Die Zutaten zum Dressing verrühren und über den Salat geben.


Tomaten-Buchenblatt-Carpaccio

Für 1 Person

20 g junge Buchenblätter
1 Tomate

Dressing:
1 Prise Salz
2 EL Olivenöl
1 EL Weinessig

1 Prise grob gemahlener Pfeffer

Die Stiele von den Buchenblättern abschneiden, die Blätter waschen und gut abtropfen lassen.
Die Tomaten mit einer Schaumkelle kurz in kochend heißes Wasser tauchen, herausheben, die Haut abziehen und die Tomate in sehr dünne Scheiben schneiden.
Die Scheiben spiralförmig auf einen flachen Teller legen und dazwischen immer 4 bis 5 Buchenblätter geben.
Die Zutaten zum Dressing verrühren und über den Salat verteilen.
Zum Servieren mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Buchen-Champignon-Salat

Für 1 Person

20 g junge Buchenblätter
3 mittelgroße Champignons (30 g)
40 g Frischkäse
40 ml Wasser
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer aus der Mühle
Etwas frischer oder gerebelter getrockneter Estragon

Von den Buchenblättern die Siele abschneiden, die Blätter waschen und gut abtropfen lassen, auf einen flachen Teller anrichten.
Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
Über die Buchenblätter verteilen.
Den Frischkäse mit einer Gabel zerdrücken.
Mit Wasser, Salz und Pfeffer verrühren und als Dressing über den Salat verteilen.
Vor dem Servieren mit fein gehacktem frischem oder getrocknetem Estragon bestreuen.

abouthealth.at (Gast) - 10. Sep, 18:45

Just want to say Hello.

I really like it when people come together and share thoughts. Great website, stick with it!

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Rezeptbörse

Rezepte über Wildkräuter und Wildobst auf Anfrage bei mir E-Mail: wildkraeuter07@gmx.de

Rezepte!!

Rezepte über Wildkräuter und Wildobst auf Anfrage bei mir E-Mail: wildkraeuter07@gmx.de

Suche

 

Besucher

Aktuelle Beiträge

Kumpulan Cerita Seks...
Kumpulan Cerita Seks Dewasa Terbaru 2017 Cerita Sex...
Cerita Sex (Gast) - 27. Feb, 02:46
buy cialis online without...
Hello! buy viagra , buy cialis online without script...
cialis (Gast) - 25. Feb, 19:01
John
I just like the helpful information you provide on...
Smithk452 (Gast) - 5. Feb, 18:42
Novel Dewasa | Cerita...
very interesting article and contain useful information....
novelhot - 28. Jan, 01:59
women does viagra work
Hello! women does viagra work , cialis buy cialis online...
does (Gast) - 13. Dez, 11:30

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Archiv

März 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 3783 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 27. Feb, 02:46

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


eßbare Blüten
Giersch
Weißdorn
Wildkräuter-Shops
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren