Eiche

Dienstag, 10. Juli 2007

Eicheltrüffel

Eicheln wurden bei uns nur in Notzeiten als menschliches Nahrungsmittel genutzt, meist geröstet, gemahlen und als Kaffee aufgebrüht. Bei den Indianern Nordamerikas waren sie ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie enthalten ebenso wie Nüsse Fett und Eiweiß, schmecken aber sehr bitter und müssen deshalb gründlich vorbehandelt werden. Dazu werden die Eicheln kreuzweise eingeschnitten, auf ein Backblech gelegt und bei 150'C solange im Backofen geröstet, bis die Schalen springen. Dann müssen sie weitere 15 Minuten bei 100'C rösten. Anschließend werden sie im Mörser oder in der Küchenmaschine grob zerkleinert, in ein Leinensäckchen gefüllt und einen Tag lang gewässert. Das Wasser muß öfters gewechselt werden. Die Indianer hängten die Eicheln über Nacht in einen schnellfließenden Bach. Anschließend werden die Eicheln getrocknet und nochmals 15 Minuten bei 100 °C geröstet. Der bittere Geschmack ist jetzt verschwunden, und die Eicheln können in der Mandelmühle feingemahlen und wie Nüsse verwendet werden.
100g entbitterte und gemahlene Eicheln
125g brauner Zucker • 1 Eiweiß • 250g Schokolade (zartbitter) • 2 Eßl. Sahne
Zubereitungszeit: 50 Minuten

Die gemahlenen Eicheln mit dem braunen Zucker in einer Schüssel vermischen. Das Eiweiß steifschlagen und unterheben. Die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad auflösen. Mit der Sahne glattrühren und vom Herd nehmen. Zu den Eicheln geben und miteinander mischen. Ein Backblech mit Alufolie belegen, die Trüffelmasse 2 cm dick darauffüllen und glattstreichen. Erkalten lassen und in 2 cm große Würfel schneiden. Im Kühlschrank aufbewahren.


Ein Tip
Sollten die Eicheln nach dem Wässern und Rösten noch bitter sein, den Vorgang wiederholen und erst dann feinmahlen.

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